Urspünglich bestanden Jeans aus Hanf, einer sehr robusten Faser. Hanf wurde früher auch für die Segeltuchherstellung verwendet. Zu den begehrten Eigenschaften des Segeltuchs zählen die hohe Reißfestigkeit, die wasserfeste Funktion, die hohe (UV-)Lichtbeständigkeit sowie die Fähigkeit des Stoffes, in Wind und Sonne schnell zu trocknen. Hanf- und Leinengewebe waren früher für Kleidungsstücke üblich.
Der aus Franken ausgewanderte Levi Strauss begann zunächst in San Franzisco robuste Jeans aus Hanf für die kalifornischen Goldwäscher herzustellen, um dann später auf Baumwolle umzustellen. Verwendet wurde der sehr robuste Stoff “Serge de Nîmes” (Gewebe aus Nîmes). Daraus wurde dann im Englischen Denim. Dabei sind die Kettfäden mit Indigo gefärbt und der Schuss bleibt ungefärbt. Es handelt sich um eine Köperbindung. Denim ist dicht gewebt und bietet deshalb einen hohen UV-Schutz. Der Name “Jean” kommt ebenfalls aus dem Französischen: Gênes (Genua). In Genua wurden die ersten Denim-Hosen aus Baumwolle gefertigt.
Um 1920 kam in Amerika der Begriff “Blue Jeans” auf, der sich auf die blaue Indigofärbung bezog.
Naturindigo aus den Blättern der Indigopflanze (Indigofera tinctoria), siehe beigefügtes Bild, mit dem die Jeans früher gefärbt wurden, hat bakterien- und pilzhemmende Eigenschaften – was sicherlich für die Träger der Jeans auch gesundheitliche Vorteile hatte. Heute werden die Jeans im Wesentlichen mit synthetischem Indigo gefärbt.



